4 Marketingmaßnahmen die zum Bumerang werden können

Als junges Unternehmen wird einem schnell klar, dass ein gutes Produkt alleine nicht ausreicht. Man muß es dem potentiellen Käufer auch erst einmal bekannt machen. Aus diesem Grund gibt es das Marketing.

Welche Stolperfallen euch auf dem Weg zum erfolgreichen Markteinstieg begegnen können möchte ich hier kurz aufzählen.

4. Adressen Kaufen

Es gibt einige Firmen die sich auf den Handel mit Adressdaten spezialisiert haben. Schon kurz nach der Eintragung in’s Handelsregister bekommt man regelmäßig Werbemails in denen vollmundige Versprechungen gemacht werden.

Meist ist die Rede von "interessanten" und "relevanten" Firmenadressen, die sich bequem in Paketen beziehen lassen.

Diese Angebote sind äußerst zweifelhafter Natur. Zum einen ist die Quelle dieser Adressen eine wichtige Frage. Haben die Firmen in diesen Datenbanken wirklich alle dem Empfang von beliebiger Werbung zugestimmt? Und wenn ja, wie kann dann ein Eintrag hoch-relevant für mich als Werbenden sein?

Am Ende kauft man eine Liste von Adressen, deren Validität man nicht kennt.

Was kann man stattdessen tun?

Idealerweise sammelt man seine Interessenten selbst. Klassische Wege sind über Kontaktformulare auf der eigenen Homepage oder persönlich auf Messebesuchen und dergleichen.

So ist man immer auf der sicheren Seite: Die Interessenten sind auch wirkliche interessiert und man hat eine eindeutige Einwilligung zur Kontaktaufnahme erhalten.

3. Massenweises kaltes Anschreiben per E-Mail

Diese Methode wird auch gerne als SPAM bezeichnet. Tut das nicht.

Im besten Fall erhaltet ihr tatsächlich das ein oder andere positive Ergebnis. Im schlimmsten Fall nimmt eure Marke Schaden, werden eure E-Mail Adressen auf "Schwarze Listen" gesetzt oder es droht gar eine Abmahnung mit möglichen Rechtsfolgen bei Nicht-Unterlassung.

Was kann man stattdessen tun?

Wenn doch ein neuer Kontakt hergestellt werden soll, dann lohnt es sich potentielle Interessenten sorgfältig einzeln anzuschreiben. Geht dabei auf die Eigenarten desjenigen ein den ihr anschreibt. Je persönlicher auf die Firma und den Kontakt zugeschnitten desto besser. Vermeidet "copy und paste" E-Mails.

2. Bots für Likes bezahlen

Vor kurzem wurden wir von einem kleinerem Unternehmen gebeten ihren Instagram Bot um einige Funktionen zu erweitern. Der Bot dient letztlich dazu automatisiert Beiträge zu "liken" und "Follower" zu generieren. Das Unternehmen hat diese Dienstleistung dann zum Kauf angeboten. Dabei sind wir auf dieses Geschäftsmodell aufmerksam geworden.

Nach Durchsicht der AGB von Instagram wurde uns jedoch klar, dass diesen Maßnahmen keine rosige Zukunft beschert ist: Instagram verbietet derlei automatisierte Zugriffe rigoros.

Die Hintergründe liegen auf der Hand: Wenn sich in den sozialen Netzwerken nur noch Bots tummeln, verlieren sie für die menschlichen Nutzer an Attraktivität. Das möchten die Betreiber selbstverständlich vermeiden.

Wer nicht mit seinem Markennamen abgestraft werden möchte, der sollte sich von solchen Methoden der "Follower" Beschaffung fernhalten.

Was kann man stattdessen tun?

Viel Wert auf gute Inhalte legen und Mehrwert für die "Follower" bieten. So erarbeitet man sich langsam aber sicher eine wirkliche Fan-Gemeinde.

1. Zwielichtige SEO

Google beherrscht nach wie vor den Suchmaschinenmarkt. Daher ist es auch so wichtig hier eine gute Positionierung bei den richtigen Suchbegriffen zu erreichen.

In den letzten Jahren wurden viele fragwürdige Methoden der SEO-Branche systematisch von Google erfasst und in ihrem Algorithmus abgestraft.

Link-Farms, Keyword Spamming und viele andere Techniken sind heutzutage wertlos geworden. Und das Web dadurch ein wenig aufgeräumter.

Was kann man stattdessen tun?

Das alles führt zu einer angenehmen neuen Kultur des SEO, die ich "Content First" nenne. Google verwendet sehr viel Energie darauf, Webinhalte nach dem Nutzen für den Betrachter zu bewerten. Was wiederum dazu führt, dass die beste Methode für gutes Google Ranking schlicht in der stetigen Optimierung der eigenen Inhalte besteht.

Es gibt natürlich ausser dem Inhalt noch ein paar technische Tricks und Kniffe, aber wie die genau gehen erzählt einem Google bereitwillig selbst. Am einfachsten ist es, wenn man seine Webseiten bei der Google Search Console registriert. Dort kann man dann bequem alle Hinweise einsehen, wie die eigene Suchpräsenz noch zu verbessern ist.


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